Jammervolle Veranstaltung


So überschrieb „Die Zeit“ ihren Bericht über die erste Verleihung des Deutschen Theaterpreises „Der Faust“ (in Nr. 49 vom 30. November 2006, Seite 57), geschrieben von Norbert Lammert, CDU, Präsident des Deutschen Bundestages (hier nachzulesen).

Wir haben uns auch Gedanken gemacht und kommentieren die Sache so:

Vieles geschieht heute nur noch, um irgendwie ins Fernsehen zu kommen.

Auch der Deutsche Bühnenverein wollte mit dem Preis „Der Faust“ unbedingt ins Fernsehen – und landete nicht im Fernsehen, sondern nur im Theaterkanal.

Man fragt sich ohnehin, wie ein halbwegs brauchbarer Modus gefunden werden könnte, um das Bühnenschaffen und die damit Befassten in irgendeiner Weise halbwegs ordentlich zu „bewerten“.

Wir hatten vorgeschlagen: Losen!

Das wäre immer noch akzeptabler als alles andere.

——

 

21 Gedanken zu “Jammervolle Veranstaltung

  1. Paul Müller

    Gern:

    > Bericht über die erste Verleihung des Deutschen Theaterpreises „Der
    > Faust“ (in Nr. 49 vom 30. November 2006, Seite 57), geschrieben von
    > Norbert Lammert, CDU, Präsident des Deutschen Bundestages.

    Dessen Meinung wird offenbar nicht hinterfragt… trotz vieler vieler positiver Stimmen, das lässt den Schluss zu, dass die Meinung, die das eigene Vorurteil bestätigt, als „richtig“ akzeptiert wird – oder hast Du es gesehen?

    > Vieles geschieht heute nur noch, um irgendwie ins
    > Fernsehen zu kommen.

    Das ist richtig.

    > Auch der Deutsche Bühnenverein wollte mit dem Preis „Der Faust“
    > unbedingt ins Fernsehen – und landete nicht im Fernsehen, sondern nur
    > im Theaterkanal.

    Das ist falsch. Der Bühnenverein war gar nicht im Fernsehen, wohl aber der Preis… die Idee des FAUST war, ein gesellschaftlich wahrnehmbares Event für die deutsche Theaterlandschaft zu schaffen, da die Gesellschaft offenbar nur noch auf Events reagiert. Ob das richtig und notwenig ist – angesichts der regionalen Verortung von Theatern – mag man bezweifeln, aber man darf erst einmal lautere Absichten unterstellen.

    > im Theaterkanal

    Auf 3sat gab es eine Sondersendung.

    > Man fragt sich ohnehin, wie ein halbwegs brauchbarer Modus gefunden
    > werden könnte, um das Bühnenschaffen und die damit Befassten in
    > irgendeiner Weise halbwegs ordentlich zu „bewerten“.

    Hier gebe ich Dir weitgehend recht, wenngleich das Hauptproblem der Fauxpas in der Vergabe war. Beim Original sagt man nämlich schon seit Jahren „And the Oscar goes to…“ und nicht mehr „Gewinner“.

    > Wir hatten vorgeschlagen: Losen!

    Und hier frage ich mich, warum Du den Text geschrieben hast? Du willst keine wirkliche Debatte lostreten, Du willst lediglich mitteilen, dass Du die Verleihung eine jammervolle Veranstaltung aus der Eitelkeit des Bühnenvereins heraus findest… warum teilst Du das mit?

    Weil Du beleidigt bist, nicht einmal nominiert gewesen zu sein – die Theater hatten Vorschlagsrecht, warum hat Dich niemand vorgeschlagen?

    Also… 😉

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  2. Hi Paul Müller,
    na, das sieht schon anders aus.
    Danke für Deine Mühe!

    Da kann man drauf einsteigen.

    Also: Wir waren dabei. Ja!

    Und wir stimmen Norbert Lammert zu (obwohl wir ihn nicht kennen und uns verwundert fragen, wieso „Die Zeit“ den Präsidenten des Deutschen Bundestages zu dem Thema schreiben lässt).

    Live war einiges absolut unerträglich (zum Beispiel: den von uns absolut bewunderten Georges Tabori so verstammelnd zu ehren… Puh!)

    Dein auf-den-Busch-Klopfer mit dem beleidigt sein nehmen wir Dir nicht krumm. Vergiss es!

    Wir finden Losen weiterhin gut! Das hat was! Da ist lebendig, chaotisch, überraschend.

    Da müsste sich niemand irgendwas von dem abringen, was da üblicherweise so abgesondert wird.

    Hey, eingefleischte Theaterleute wie wir, die sich über alles Mögliche ihre lustigen Gedanken machen und sich anstrengen, immer wieder Menschen zum Lachen bringen (also deren Gehirne zu öffnen, um dann Nägel der Vernunft eintreten zu lassen), die werden doch noch lachen dürfen über die vereinsmeierische Narretei, reputierlich sein und einen „gesellschaftlich wahrnehmbaren event“ inszenieren zu wollen.

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  3. Paul Müller

    Hi,

    > obwohl wir ihn nicht kennen und uns verwundert
    > fragen, wieso “Die Zeit” den Präsidenten des
    > Deutschen Bundestages zu dem Thema schreiben …

    weil Lammert, die Kollegen aus NRW werden das wissen, sehr sehr kulturinteressiert ist und eigentlich die erste Wahl für den Staatssekretär Kultur/Medien gewesen wäre…, jedenfalls eher als der Herr aus Bremen, frag mal einen Bremer nach der CDU-Kulturpolitik in der Hansestadt…

    > Live war einiges absolut unerträglich (zum Beispiel: > den von uns absolut bewunderten Georges Tabori so
    > verstammelnd zu ehren… Puh!)

    Du meinst vermutlich Flimm’s Rede? (Ich kenne die Veranstaltung nur bruchstückhaft aus dem Internetfernsehen). Ja, man frug sich da ein wenig, ob der Ausgezeichnete oder der Redner das höhere Alter hat…

    Ich war auch nicht wirklich ein Fan der Verleihungszeremonie, aber man darf das Kind nicht mit der Badewanne erschlagen. Weil wir werden alle darauf angewiesen sein, dass uns die steuerzahlende Gemeinschaft weiter unterhält… indem wir sie unterhalten.

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  4. hennymiller

    Danke fürs Aufklären über Herrn Lammert. Ich war nur erstaunt, in der "Zeit" zu lesen, dass er meiner Meinung war / ist.

    Was die Sache mit dem "Faust" an sich angeht, da ist mir ein kabarettistischer Text gekommen, den ich als eigenen Blog-Beitrag veröffentlicht habe.

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  5. Irgendwie muss ich immer wieder nach „Paul Müller“ suchen, diesem wirklich ausgefallenen Namen, der sich als erster kommentierend zu meinem Beitrag „Jammervolle“ Veranstaltung geäußert hatte.

    Wenn man in „theaterblogs.de“ sucht, kommt da Fehlanzeige.

    Erstaunlich, dass ein Mensch, der sich so dezidiert zu äußern versteht, mit einem Pseudonym (nicht: Nickname) arbeiten muss.

    Blöd, dass ich überhaupt auf ihn „eingestiegen“ bin und argumentiert habe.

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  6. Jetzt wollen wir doch mal nachtarocken: Heute war in der Post der vom Deutschen Bühnenverein zusammengestellte und versandte Pressespiegel zur "Faust"-Verleihung. Und da findet man extrem viele Meinungen, welche die hier im Beitrag veröffentlichte Position von "Provinz-Ticker" so stützen, dass wir im Nachhinein nochmals beruhigt sagen können: "Ja, wir haben richtig getickt!" Zum Beispiel bestätigt der Leitartikel der Süddeutschen Zeitung (von Vasco Boenisch, 27. November) aufs Schönste unsere Einschätzung. Herr Boenisch schreibt unter anderem:

    "100 Bühnen beteiligten sich diesmal, mit 500 Nennungen. Aus denen wählte ein Ausschuss des Deutschen Bühnenvereins in acht Kategorien jeweils drei Nominierte aus. Über die Auszeichnung selbst entscheidet dann, nach dem Vorbild der Oscars, keine Jury, sondern ein Berufsverband: die Akademie der Darstellenden Künste Hier sind namhafte Schauspieler, Intendanten, Regisseure und Bühnenbildner organisiert – dass sie auch Tänzer, Opernsänger und Choreographen beurteilen sollen, mutet etwas seltsam an. Rund 200 Mitglieder haben abgestimmt; und das womöglich weniger aufgrund eigener Erfahrung als anhand vom Bühnenverein verfasster Dossiers. Was die Gefahr birgt, dass doch nur die üblichen Verdächtigen siegen…

    …Es stellt sich ohnehin die Frage, was und wie man eigentlich prämieren will. … Ein wunder Punkt: Welche Chance haben Nebendarsteller oder etwa Schauspieler, die nicht, wie alle diesmal Nominierten, durch Film und Fernsehen von vornherein über Popularität verfügen?" Mehr hier

    Das, lieber Paul Müller (oder wie Du heißt), hatten wir gemeint. Schließlich hat man uns, die wir auch Mitglied im Deutschen Bühnenverein sind, gescholten, dass wir uns nicht beteiligt, dass wir nicht auch was oder wen nominiert hatten.

    Wir sollen also auch noch die Bilanz aufpolieren, ohne je selbst eine Chance zu haben, weil doch alles in Gremien längst ausgekungelt ist? Auf diese komische Art von Partizipation können wir verzichten; das kennen wir doch in der Politik zur Genüge. Warum sollen wir das auch noch im Bereich Kunst mitmachen?

    Wir kommen auf unseren Vorschlag zurück: LOSEN!

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  7. Paul Müller

    Vasco Boenisch… sorry, aber dieser sehr talentierte junge Schreiber ist nur talentiert, wenn er Verrisse schreiben darf – ein altes Wunder des Feuilletons…

    Im übrigen: Ich distanziere mich von meiner gestrigen Meinung. Bin aber deswegen nicht für’s Losen, sondern für’s Abschaffen des Preises, oder, besser: für’s Umwidmen in viele kleine Fäustchen. Der auf diese Weise eingesparte Geldbetrag geht jährlich an ein freies Theater. Das wird dann durch Losen ermittelt – und so haben alle Recht.

    Kurt Tucholsky, das am Rande, hiess auch noch Ignaz Wrobel, Theobald Tiger, Paulchen Panther und Carl von Ossietzky – oder bringe ich jetzt was durcheinander?

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  8. Herrn Panther mag ich sehr, lieber zyniker, und wie ich den kenne, wäre er sehr fürs Losen gewesen, oder: fürs Ersatzlosen, nein, fürs ersatzlose Streichen. Ich muss mal meine Tucholsky-Sammlung daraufhin checken
    (übrigens: fürs ohne Apostroph).

    Freie Theater brauchen keine Preise. Nein! So ein richtig Freier fragt mit Platon, wer denn überhaupt berechtigt ist, zu loben oder zu tadeln, und ist mit dem ollen Griechen einig: niemand. Nicht Herr Niemand, nein, niemand darf sich so über einen anderen erheben… (und womöglich seine Laudatio auf „gefühlte 92 Jahre“ dehnen…)

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  9. Leute,
    Ihr könnt für den „Faust 2007“ Vorschläge machen.
    Hier ein Zitat aus einer Pressemitteilung des „Deutschen Bühnenvereins“:

    „Im Jahr 2007 wird zum zweiten Mal der Deutsche Theaterpreis DER FAUST vergeben. Die Preisvergabe wird am 23. November 2007 im Prinzregententheater in München stattfinden. Kooperationspartner beim Deutschen Theaterpreis sind wie im vergangenen Jahr die Kulturstiftung der Länder, der Deutsche Bühnenverein und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste. Als kooperierendes Land kommt diesmal der Freistaat Bayern hinzu, im letzten Jahr war es das Land Nordrhein-Westfalen. Der Preis wird wie 2006 in acht Kategorien vergeben. Darüber hinaus gibt es wieder einen Preis für ein Lebenswerk.

    Deutschland gehört zu den größten und bedeutendsten Theaterländern der Welt. Etwa 4.600 Inszenierungen sind in jeder Spielzeit allein auf den Bühnen der Stadttheater, Staatstheater und Landesbühnen zu sehen. Hinzu kommt das vielseitige Angebot der Privattheater. In zahlreichen Städten gibt es zudem freie Theatergruppen und Festivals.“

    Dazu ein Zitat aus „Wikipedia“:

    „Neben den rund 150 öffentlich getragenen Theatern (Stadttheater, Staatstheater und Landesbühnen) gibt es in Deutschland etwa 280 Privattheater. Das sind Theater höchst unterschiedlicher Größe, künstlerischer Ausrichtung, Provenienz und Tradition. Rund 80 dieser Privattheater sind im Deutschen Bühnenverein organisiert (Beispiele: Altes Schauspielhaus, Stuttgart; Ohnsorg-Theater und Schmidt Theater, Hamburg; Komödie am Kurfürstendamm, Berlin; Komödie im Bayerischen Hof, München).“

    Entsprechend steigert sich die Zahl der Inszenierungen.
    Da ist es natürlich nicht so einfach, in den acht Sparten die Besten rauszufinden.
    Aber die Akademie der Künste und wer sonst hinter dem Deutschen Theaterpreis steckt, werden auch 2007 das Kind schon schaukeln.
    Egal, was Ihr so vorschlagt.

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  10. Hier doch der jüngste Aufruf des Deutschen Bühnenvereins zum „Faust 2007“ vom 2. April 2007

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Kolleginnen und Kollegen,

    der Count-down für Ihre Stimmabgabe zum Deutschen Theaterpreis DER FAUST
    2007 läuft.
    Noch 4 Wochen können Sie Vorschläge für die Nominierungen einreichen.

    Über den Link

    http://www.buehnenverein.de/tpf0607.htm

    erreichen Sie die Website für Ihre Stimmabgabe. Nachdem Sie sich
    registriert haben, erhalten Sie per E-Mail eine Zugangsbenachrichtigung
    und können dann in den einzelnen Kategorien Künstler benennen.

    Alle Mitgliedsbühnen haben für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST ein
    Vorschlagsrecht. Vorgeschlagen werden können allerdings nur Künstler mit
    Produktionen, die nicht am eigenen Theater stattgefunden haben, und die
    in der Zeit vom 1. Mai 2006 bis zum 30. April 2007 Premiere hatten. Eine
    möglichst weitgehende Beteiligung der Theatermitarbeiter an der
    Entscheidungsfindung über die Vorschläge ist erwünscht; jedem Theater
    bleibt es selbst überlassen, wie es die Entscheidungsfindung gestaltet.

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  11. Schade, jetzt ist die Vorschlagsfrist schon abgelaufen.

    Ich hätte nun doch Kandidaten gewusst: Die "Szenen einer Ehe" der Komödie am Kurfürstendamm müssten nominiert werden, einmal die Produktion als Gesamtleistung, aber auch in den Sparten die Regisseurin Amina Gusner, Katja Riemann als Schauspielerin, Peter René Lüdicke als Schauspieler, Johannes Zacher als Bühnenbildner.

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  12. Hallo Leute,
    ich muss mich korrigieren: Die Vorschlagsfrist läuft erstam 30. April ab. Das erfahre ich gerade durch die Post des Deutschen Bühnenvereins.

    Und jetzt bin ich gezwungen, einen Vorschlag zu machen.
    Die Leistung der an der Inszenierung „Szenen einer Ehe“ Beteiligten zwingt mich, mein Votum abzugeben.

    Ich werde mich auch sehr bemühen, ein Gastspiel in die Provinz zu organisieren, auch wenn manche vielleicht meinen, die tickt wohl nicht richtig.

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  13. So, tatsächlich habe ich mein Votum abgegeben und das unter anderem dem Management von Kollegin Riemann mitgeteilt. Antwort:

    „… Frau Riemann freut sich riesig, dass Sie sie vorgeschlagen haben und grüßt Sie ganz herzlich.
    Viele Grüße
    Susanne Behem-Loeffler
    artis Konzerte “

    Jetzt möchten wir allerdings auch, dass Katja Riemann, Peter René Lüdicke, Amina Gusner und Johannes Zacher nominiert werden, alle zusammen oder mindestens eine(r) von ihnen!

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  14. Wie schwierig es ist, Preisträger zu werden, wird deutlich, wenn man das Procedere widergibt. Zitat aus der Internetseite des Bühnenvereins:

    "Grundlage für die Vergabe des Preises sind Vorschläge der Theater, es ist also ein Preis der Theater für ihre Künstler. Ein Theater darf jedoch keine eigene Produktion vorschlagen. Eine Jury, bestehend aus den Mitgliedern des Künstlerischen Ausschusses im Deutschen Bühnenverein und ausgewählten externen Beratern, nominiert aus den eingehenden Vorschlägen für jede der einzelnen Kategorien drei Künstler. Über diese Vorschläge stimmen die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in einem schriftlichen Verfahren ab."

    Das alles sind für Normalos unüberwindliche Hürden – wer kann schon in das Bewusstsein der Mitglieder dieser erlauchten Kreise gelangen, wenn er / sie medial total unterbelichtet ist? Schaut Euch mal an, über wen und was "theaterheute" so berichtet! Meine Erfahrung: Wenn die nicht wollen, kommst Du mit Deiner Premiere nicht mal im Termin-Kalender unter. Aber gut – zuviel geadelt will man gar nicht sein…

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  15. Jetzt sind also die neuen Nominierungen bekannt.
    Leider sind meine Vorschläge nicht eingeflossen.
    Da müssen die anderen aber verdammt gut sein.

    Die Nominierten im Einzelnen:

    Beste Regie Schauspiel / Laudatio Nina Hoss:

    Karin Henkel für „Liliom“, Schauspiel Stuttgart
    Stephan Kimmig für „Maria Stuart“, Thalia Theater Hamburg
    Nicolas Stemann für „Ulrike Maria Stuart“, Thalia Theater Hamburg

    Beste darstellerische Leistung Schauspiel / Laudatio Martin Kušej:

    Margit Bendokat für die Darstellung des Chors in „Die Perser“, Deutsches
    Theater Berlin
    Brigitte Hobmeier für die Rolle der Elisabeth in „Glaube Liebe
    Hoffnung“, Münchner Kammerspiele
    Mark Waschke für die Rolle des Brick in „Die Katze auf dem heißen
    Blechdach“,
    Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

    Beste Regie Musiktheater / Laudatio Klaus Bachler:

    Rosamund Gilmore für „Keine Stille außer der des Windes“, Bremer Theater
    Dietrich Hilsdorf für „Die Liebe zu den drei Orangen“, Städtische
    Theater Chemnitz
    Barrie Kosky für „Tristan und Isolde“, Theater und Philharmonie Essen

    Beste Sängerdarsteller-Leistung Musiktheater / Laudatio Gerard Mortier:

    Angela Denoke für die Titelpartie in „Salome“, Bayerische Staatsoper,
    München
    Matthias Rexroth für die Titelpartie in „Admeto“, Opernhaus Halle
    Klaus Florian Vogt für die Partie des Andrej Chowansky in
    „Chowantschina“, Bayerische
    Staatsoper, München

    Beste Choreografie / Laudatio Bernd Kauffmann:

    Marguerite Donlon für „Romeo und Julia“, Saarländisches Staatstheater
    Marco Goecke für „Der Nussknacker“, Stuttgarter Ballett
    Stephan Thoss für „Giselle M.“, Städtische Theater Chemnitz

    Beste darstellerische Leistung Tanz / Laudatio Vladimir Malakhov:

    Tigran Mikayelyan für „Le Corsaire“, Bayerisches Staatsballett, München
    Edvin Revazov für „Parzival – Episoden und Echo“, Hamburg Ballett/
    Festspielhaus Baden- Baden
    Katja Wünsche für „I Fratelli“, Stuttgarter Ballett

    Beste Regie Kinder- und Jugendtheater / Laudatio Sebastian Krumbiegel:

    Philippe Besson für „Wir alle für immer zusammen“, Hans Otto Theater
    Potsdam
    Markus Joss für „Zimmermanns Aussicht“, Theater Junge Generation Dresden
    Frank Panhans für „Cengiz & Locke“, Grips Theater Berlin

    Beste Ausstattung Kostüm/Bühne / Laudatio Vera von Lehndorff:

    Muriel Gerstner für „Gespenster“, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin
    Mark Lammert für „Die Perser“, Deutsches Theater Berlin
    Andrea Schraad für „Drei Schwestern“, Münchner Kammerspiele

    Die Preisträger, die die Mitglieder der Deutschen Akademie der
    Darstellenden Künste auswählen, werden im Rahmen der Preisverleihung am
    23. November im Prinzregententheater in München bekannt gegeben.

    Der Empfänger des Preises für das Lebenswerk steht bereits jetzt fest:
    Ausgezeichnet wird Michael Gielen für seine großartigen Verdienste um
    die zeitgenössische Musik und das Musiktheater in Deutschland.

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  16. Kommt jemand zur „Faust“-Verleihung nach München? Ich hab am 23. November eine Vorstellung. Jetzt such ich eine Zweitbesetzung. Ich bin doch zu neugierig, ob’s wieder so jammervoll wird wie in Essen.
    Naja, wenn sich ein Kolege findet, der übernimmt…

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  17. Also gut, man hat aus dem vergangenen Jahr gelernt. So im TV sah es alles ganz brauchbar aus.

    Nur blöd, dass fast jede Preisträgerin / jeder Preisträger stotternd behauptete, er / sie sei überrascht und wisse gar nicht, was jetzt zu sagen wäre.

    Da für jede Sparte nur drei Personen nominiert waren, hätten die Nominierten damit rechnen müssen, dass sie zwei hinter sich lassen könnten und womöglich eine kurze Rede würden halten müssen. Die geringe Zeit hätte man doch aufbieten können – lächerlich, dann so rumzustammeln.

    Dietrich Hilsdorf hatte sich was Witziges ausgedacht – gut. Einer der drei vom „Rimini-Protokoll“ musste unangebrachte Seitenhiebe verteilen. Stefan Kimmig hat einen passenden Seitenhieb an Schäuble ausgeteilt.

    Nächstes Jahr versuch ich wieder, im Publikum zu sein. Diesmal musste ich selbst auf meiner Bühne spielen.

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