Stalker


Irgendwie fühl ich mich belästigt. In Blogs. Hab das Gefühl, ein Stalker hat es auf mich abgesehen. Er urteilt an verschiedenen Stellen über mich und meine Arbeit, ohne in den letzten zehn Jahren mein Theater von Innen gesehen zu haben. Es ist einer von den Menschen, die zu allem eine Meinung, aber von nix ne Ahnung haben. Er ist aus meiner Sicht keinesfalls ein Intelligenzler. Der Mann liebt mehr die Rolle des bloßen Intellektuellen [zählt sich also gern zu den Leuten, welche für die Soziologie (Joseph Schumpeter folgend) zu reden und zu schreiben verstehen und mit ihrer Kritik öffentlich Dinge zur Sprache bringen, die an sich außerhalb ihrer eigenen Sachkompetenzen und Verantwortungsbereiche liegen]. Zunächst hatte ich gedacht, ich müsse an den verschiedenen Stellen, an denen er publiziert, mit argumentierenden Kommentaren seinen Verunglimpfungen entgegen treten. Inzwischen weiß ich, dass für ihn das Schlimmste ist, unbeachtet zu bleiben. Also lass ich hier mal was ab, wo er garantiert nicht hinfindet. Allerdings: So ein wenig neugierig bin ich doch – ich würde gern wissen, weshalb er mich so auf dem Kieker hat.

2 Gedanken zu “Stalker

  1. Ich bin mir sicher, Sie schreiben über Herrn Dr. Zwey alias Dr. Quenzel. Schlimm an dem Herrn ist einerseits seine von Ihnen zu Recht beklagte Neigung, über alles abschätzig zu urteilen, ohne sich gründlich damit beschäftigt zu haben; schlimm ist andererseits seine ausgeprägte politische Einstellung, die nur noch als reaktionär bezeichnet werden kann. Er lobt die konservativsten Bischöfe der katholischen Kirche (Mixa) und die merkwürdigsten politischen Gestalten aus der Mottenkiste (Erzherzog Otto von Habsburg), und ereifert sich für deutschsprachige Literaten (Martin Mosebach), die ebenfalls für die Werte von vorgestern eintreten.
    Ich verstehe nicht, warum dieser Herr immer wieder Beiträge im spazz veröffentlichen kann und im „hofmännle“ Bücher vorstellt. Ob Jens Gehlert und das Ehepaar Hoffmann wissen, mit wem sie es zu tun haben?

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  2. Das ist ja der Hammer, dass Du Dich hierher verirrst, Quasselstrippe. Find ich gelungen, dass Du Dich auch noch so dezidiert äußerst. Wie das nun so ist: In der Provinz ist manches klarer als in Metropolen oder in der globalen Welt. Man kann bestimmten Dingen nicht ausweichen. Und was man selbst tut, wir sehr beobachtet. Man muss im Kleinen mehr verantworten als im Großen. Ich versuche, manche Dinge abperlen zu lassen. Vieles ist gar nicht soooo wichtig. Ich find es allerdings schade, dass man sich im virtuellen Gasthaus momentan nicht treffen kann. Dank jedenfalls für Deine Anteilnahme; tut gut in einer Welt der gwöhnlichen Gleichgültigkeit. Hab ich mich eigentlich verständlich artikuliert? Was "er" so absondert, korrespondiert mit dem anderer Geistes-Riesen, lausche dem hier

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