Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft


goeschi-koepfe

„Auch ist nicht zu leugnen, dass die Empfindung der meisten Menschen richtiger ist als ihr Räsonnement. Erst mit der Reflektion fängt der Irrtum an.“ Schiller an Goethe, 30. Juli 1799

„Alles, was wirklich zählt, ist Intuition. Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“ Soll Einstein gesagt / geschrieben haben. [Zitiert in Kretschmer (2006)]

Der Verstand ist sehr begrenzt. Dennoch hält so mancher das, was er versteht, für das Ganze; dass daneben noch riesige Welten (Realitäten) existieren, davon hat er keinen auch noch so blassen Schimmer. Trotzdem und deshalb überschätzt er sich selbst so maßlos. Während Du diesen Satz liest, verarbeitet Dein Verstand 45 Bits pro Sekunde, maximal verarbeitet er 50 Bits pro Sekunde. Auf unser Gehirn prasseln aber pro Sekunde – vorsichtig geschätzt – 11 Millionen Bits ein. Es gibt also einen gewaltigen Kapazitätsunterschied zwischen dem Unbewussten und dem bewussten Verstand. Gehirnforscher schätzen, dass uns 0,1 Prozent dessen, was das Gehirn tut, aktuell bewusst wird.

Buchempfehlung: Das Werk des Journalisten („Tagesspiegel“-Korrespondenten) Bas Kast: „Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft. Die Kraft der Intuition“, S. Fischer, 2007

Klappentext: „Jahrhunderte lang galt die Vernunft als das Maß aller Dinge. Doch inzwischen kommen Neurowissenschaftler und Psychologen zu ganz anderen Ergebnissen: Das Denken lässt sich vom Fühlen nicht trennen. Während sich die Ratio oft eindimensional, um nicht zu sagen dumm verhält, erweist sich das vermeintlich Irrationale häufig klüger als die Vernunft.“

und: „Wer denken will, muss fühlen. Was weiß der Bauch, was der Kopf nicht weiß? Basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt Bas Kast, wie sehr die Gefühle integraler Bestandteil unseres Denkens sind und wie sehr wir uns auf sie verlassen können. Wenn wir unsere irrationalen Seiten kennen und zu nutzen wissen, können wir die kreativen Kräfte in uns wecken – und kommen selbst bei komplexen Entscheidungen zu Ergebnissen, die uns glücklich machen.“

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