Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein


Lese gerade Borwin Bandelow: „Celebrities. Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein“, rororo 62275. Ist ne echte Empfehlung! Darin untersucht der Autor Abgründe und Geheimnisse im Leben der Superstars und behauptet unter anderem (exemplarisch über MusikerInnen, meint aber auch KünstlerInnen anderer Sparten):

„Das Musikgeschäft ist ein Ellbogengeschäft, in dem mit bleigefüllten Boxhandschuhen geboxt wird. Wer Erfolg haben will, muss sich oft brutal gegen die Konkurrenz zur Wehr setzen. Man muss Gutgläubige ausnutzen, Verträge brechen, fremde musikalische Ideen als die eigenen verkaufen und Mitbewerber diskreditieren, wenn man nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwinden will. Die kriminelle Energie, die man für solche Tätigkeiten braucht, gewinnt man aus einer überstarken narzistischen Motivation.

Das Kerosin, das den Raketenmotor Narzissmus antreibt, besteht aus Angst. Die unerklärliche Furcht, von anderen nicht anerkannt zu werden, wenn man nicht der Beste ist.“

Der vielleicht in der Nord-Hälfte der Republik und im Osten nicht sooo bekannte Erwin Pelzig hat in seiner Sendung „Pelzig unterhält sich“ zum Thema Angst unlängst Borwin Bandelow zu Gast gehabt und die Sendung so begonnen:

4 Gedanken zu “Vom schwierigen Glück, berühmt zu sein

  1. Ein interessanter Beitrag, zu dem Pelzigs Anmerkungen über die Angst prima passen. Und wieder einmal zeigt sich : Kabarett kann auch kurzweilig und intelligent sein, wenn es nicht um die großen politischen Themen und Akteure geht. Heute Abend gibt s wieder „Neues aus der Anstalt“. Priol und Schramm lass ich mir selten entgehen.

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  2. Priol und Schramm – meistens ganz toll. Aber der Pelzig (Markus Barwasser) ist ne besondere Marke. Leider sind von dem "Angst"-Abend nur die drei Zwischenmoderationen auf Youtube hochgeladen. Seine Talkereien sind aber total genial. Ich erinnere mich, dass er Bayerns Justiministerin, Dr. Beate Merk, kurz vor Saddams Hinrichtung furchtbar (im wahrsten Sinne des Wortes) in die Enge getrieben hat mit seinen Fragen, wie sie zur Todesstrafe steht.

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