Die Stimme des Publikums


Vor einigen Jahren hat mal der Darsteller des DonCarlos im Stuttgarter Staatstheater gesagt: "Und wenn an der Rampe eine Mauer wäre, ich würde dahinter genauso spielen wie vor Publikum." Nur – wer würde ihn dafür zahlen? Die einen spielen nicht für Rezensenten ("Kritiker"), die anderen nicht fürs Publikum. Na gut.

In dem Essay (?) "Der alte Mann und was mehr" des von mir hoch geachteten Georges Tabori fand ich folgende Zeilen:

" Originalität ist ein Zustand, in dem man am authentischsten man selber ist; an sie kann man nicht die Meßlatte anlegen wie an einen Penis. Sie ist in der ersten Berührung des Hasen oder in den späten Beethoven-Quartetten. Die gleiche Speisung geht von den winzigen Giacometti-Figuren aus. Er trug sie in Streichholzschachteln bei sich. Als er jung war, wollte er mit seiner Arbeit dem Bruder gefallen, später sich selbst und dann nur noch, in seiner letzten kurzen Periode, der Arbeit."

Giacometti hat – wenn ich es richtig erinnere – mit seinen winzigen Figuren trotzdem auch auf öffentliche Vorstellungen gegeben, zum Beispiel beim "Theater der Welt" in Köln, allerdings war das Publikum naturgemäß sehr klein, ich glaube: maximal 18 Leute, die anderen hätten ja nix gesehen.

Wie auch immer – wir schau-spielen. Und uns ich auch wichtig, was das Publikum meint. Deshalb dokumentieren wir das auch (nicht erst seit web2.0) auf unseren Seiten. Wer Lust hat, kann ja mal hier oder hier oder hier stöbern.

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