Blubberei zum Saisonende


Hach, bin ich wieder ein Schelm

Jetzt komm ich doch mal etwas unausgegoren daher. Vielleicht kann sich jemand einen Reim drauf machen…

Wieder geht eine (Theater-) Saison zu Ende. Es ist eine Saison, in der „die größte Wirtschaftskrise der Moderne“ ausgeschellt wurde. Das trifft die Künstler auch. Und man macht sich so seine Gedanken. Braucht man uns jetzt erst recht? Oder braucht man uns jetzt gerade erst recht nicht?

Sollen wir jetzt als Theaterleute über die Misere hinwegspielen? Zerstreuen? Gute Stimmung machen? Oder was will „man“ von uns?

So oft darf man lesen oder hören: „Es ist leichter, die Leute zum Weinen zu bringen als zum Lachen.“ Zu weinen haben viele gerade genug, zu lachen haben weniger.

Wieso werden dann doch immer die eher schräg angeguckt und eher unter ferner liefen behandelt, die auf der Theaterbühne es über Jahre hin schaffen, mit intelligenter Unterhaltung Publikum zu gewinnen und zu halten? Fernsehen darf da schon eher total flach sein. Sogar Menschen, die in ihren Sendungen offenbar von Anfang Trendsetter für Menschenverachtendes waren und sind, kriegen auch in „Qualitäts“-Magazinen seitenlange Berichte.

Auf Theaterbühnen wird auch ganz schön viel Flachsinn geboten. Umso blöder ist es dann, alles, was Lachen provoziert, komplett in irgendeine Einheits-(Boulevard-)Kiste zu stecken und sich nicht die geringste Mühe zu machen zu differenzieren.

Letztlich delektieren sich die maßgebenden Auguren aller Sektionen eher an dem, was sie gern E nennen, wo das Etikett "Anspruch" drauf steht. Sie suchen sich von vornherein nur die Termine aus, wo sie nicht erheitert werden können, die humorfrei zu sein versprechen.

Komm ich zum Anfang zurück: Was spielen in Zeiten der Turbulenzen? Die derzeit permanent gehypten und gepushten Autoren wie Jelinek und Pollesch, die seit einiger Zeit die Stücke des Jahres produzieren, fallen für eine (minimalst subventionierte) Privatbühne aus – oder kennt Ihr jemand außerhalb der Staats- und Stadttheater, der die auf die Bretter bringt?

Klassiker? Haben meist zuviel Personal. Wer will und kann das denn bezahlen? Gemessen wird man dann aber doch an den öffentlich Geförderten. (städtischen, staatlichen).

Also einpacken? Jedenfalls: kleine Brötchen backen, Schnauze halten, strampeln.

Ich hab den Eindruck, das müsste ich noch überarbeiten. Und auch fortsetzen.

Aber jetzt gehe ich erst einmal U machen. Siehe Foto

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