Schlampige Arbeit


Immer mal wieder mussten wir uns aufregen, weil in den Redaktionen der hiesigen "Qualitätszeitungen" (wie siie sich selbst gern titulieren) so schlampig gearbeitet wird. Jetzt erfahren wir gerade, dass selbst die Zeitung in einer Landeshauptstadt, nämlich in Kiel, schludert, dass es kracht.

Das "Lore & Lay-Theater" dort spielt – wie wir – das "Mörderkarussel". Am Freitag war die dortige Premiere. Heute ist die Rezension in den "Kieler Nachrichten" zu lesen. Wer die Regie gemacht hat, erfahren wir nicht (bekanntlich ist der Regisseur der Urheber des Kunstwerks), demzufolge wird auch kein Wort darüber verloren, wer Bühne und Kostüme verantwortet. Sogar die Geschichte wird falsch dargestellt: "Paul mit Hilfe ihres Geliebten Dr. Mitchell Lovell erschießen" heißt es da. Paul Miller soll nun in der 1. Szene definitiv von seiner Ehefrau Arlene und ihrem Herzbuben Mitchell Lovell in der Badewanne ertränkt werden, während eben in der 2. Szene Dr. Lovell das Opfer einer Kugel werden soll, die Paul Miller aus der von Arlene mitgebrachten Pistole abfeuern soll.

Alles halb so wild? Auch, dass in der Zeitung aus "Mörderkarussell" ein "Männerkarussell" wird? (Diesen und andere Fehler – falsch geschriebene Namen – haben die webmaster beim Einstellen der Rezension auf ihrer website "behoben".)

Alles halb so wild?

Nehmen wir uns immer zu ernst? Nehmen "die" uns überhaupt nicht ernst?

Es bleibt blöd – auch wenn nach Erscheinen der Rezension die Bestellzahlen deutlich steigen. (Oder ist es doch die Mundpropaganda nach den ersten beiden Vorstellungen?)

 

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