Die Zeit zerbröselt


Überall hängen plötzlich so viele Glühlampen, in den Bäumen, über den Straßen … Es ist auch so dunkel, wenn ich ins Theater gehe: noch, und wenn ich wieder rauskomm: wieder. Dazwischen probieren wir.

Eigentlich dachte ich, ich hätte ewig viel Zeit bis zur Premiere. Und jetzt hab ich, nachdem ein Drittel der Probenzeit rum ist, das dumme Gefühl, ich hätte noch nix zu Wege gebracht und bräuchte noch Monate. Klar, da sollen Menschen, die sich bis vor acht Tagen noch gar nicht kannten, spielen, sie wären zehn Jahre miteinander verheiratet; die anderen beiden, sie hätten seit 15 Jahren eine intime Beziehung. Die Premiere an Silvester ist zwei Mal ausverkauft, das ist toll, aber auch beunruhigend.

Vorher kommen noch die Tage, deretwegen eigentlich die Lichterketten brennen. Die kommen mir irgendwie verquer, die brauch ich nicht, nicht bedingt und nicht unbedingt. In dem Zusammenhang frag ich mich, ob im nächsten Jahr da überall Sparlampen eingedreht werden …

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