Passt auf!


Allen (freien) Künstlerkollegen, die sich selbst vermarkten (müssen), möchte ich meine jüngste Erfahrung weitergeben: Verhandelt nicht über Auftritts-Konditionen an Tagen, an denen Eure Stimmung ohnehin nicht die allerbeste ist.

Wenn Ihr schon sowieso mies drauf seid wegen des anhaltend schlechten Wetters zum Beispiel, wegen etwaiger Soft- und Hardware-Probleme, Schwierigkeiten mit den Telekommunikationsverbindungen, weil Ihr einen anonymen Brief aufgemacht und gelesen habt, statt ihn ungelesen in den Papierkorb zu werfen, oder weil Ihr ein Paket angenommen habt, dessen Annahme Ihr Euerem Bauchgefühl folgend hättet verweigern sollen – also an solchen Tagen solltet Ihr nicht auch noch über die Konditionen eines Auftrittes im Rahmen irgendeiner Betriebsfeier oder eines runden Geburtstages verhandeln.

Ich habe die Warnsignale missachtet und bin aufgeflatscht, aber wie! Der Veranstalter, der nicht ganz genau weiß, wieviele seiner Einladung folgen werden ("50, 60 oder auch das ganze Dorf"), will zwar "ne große Sause mit allem Pipapo machen", aber bezüglich der Gage schlägt er vor: "Ach, wissen Sie was – ich lade Sie einfach auch ein. Da können Sie fressen und saufen, soviel Sie wollen."

Und er wundert sich, dass ich nicht vor Freude im Sechseck springe … Ich gestehe: Mir hat es den Tag vollends verhagelt. Mein Tipp also: Passt auf! Prüft, ob die Zeit zum Verhandeln günstig ist.

Posted via email from augustheater's posterous

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