Ein ungehobener Schatz


SchauspielerInnen arbeiten (überwiegend) auch mit Texten. Überwiegend mit Texten, die sie gelernt haben. Und dann sollen sie sie so sprechen, als ob diese Sätze gerade ihrem Denken entspringen würden. Und es soll sich fürs Publikum so anhören, als seien es die ureigenen Gedanken der Figur, welche die Sätze gerade spricht.

SchauspielerInnen sollten eben keine Sprechmaschinen sein. Nicht umsonst heißt es ja ein Fundamentalsatz: „Sag, was Du meinst, und meine, was Du sagst!“

Wie das realisiert wird, ist … ja was?

Können? Intuition? Erfahrung? Handwerk? Kunst?

Und der Weg dahin? Was ist das? Wie geht man den?

Was tut die Regie bei all‘ dem?

Gerade finde ich beim Stöbern im net wieder mal ein Goldkorn: Erkenntnisse darüber, wie Sprache und Musik miteinander verschwistert sind. Ich hab mir vorgenommen, das sehr intensiv zu studieren. Ich ahne, hier liegt ein ungehobener Schatz – es sei denn, Ihr wisst jemand, der mit diesen Erkenntnissen in seiner Theaterarbeit schon arbeitet.

Posted via email from augustheater’s posterous

3 Gedanken zu “Ein ungehobener Schatz

  1. Ich glaube, dass viele Theater-Menschen mit Musik in Verbindung mit der sprachlichen Gestaltung von Texten arbeiten. In meiner Arbeit ist es eine grundlegende Methode. Ich inszeniere gerade in Hannover und habe vor, eine öffentliche Probe zu machen. Denn ich denke dass es unter frei arbeitenden Theaterleuten sinnvoll ist, sich auszutauschen. Zu zeigen, wie man arbeitet, und sich hinterher darüber zu unterhalten, halte ich für einen wichtigen kreativen Dialog, der inspirierend wirken kann. Das AuGuSTheater ist weit weg von Hannover. Doch wenn Du zufällig da bist, bist du herzlich willkommen. (Auch, wenn Du extra anreist!)

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  2. Vielen Dank fürs Mitlesen und Kommentieren. Ich hatte es in einem anderen Sinne gemeint, hatte den von mir ins Spiel gebrachten Artikel auch anders verstanden. Na ja, die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Danke fürs Einladen auch. Das fällt zusammen mit x Einladungen zum Beispiel auf facebook – unter anderem nach Wien, nach Hamburg usw. Das muss ich alles ausschlagen. Nur so am Rande: Wenn man ein Theater mit zwei Leuten betreibt, welches bei einem Jahresetat von rund 250.000 EURO etwa 120 Vorstellungen spielt, wenn man dabei pro Spielzeit vier neue Produktionen rausbringt und dabei etwa zehn Kolleginnen und Kollegen für verschiedene Stücke engagiert, das eine oder andere Stück selbst schreibt, meist selbst inszeniert, die gesamte Administration (Büro, Pressearbeit, Programmhefte, web-Auftritt) schmeißt und selbst beinahe in jedem Stück spielt (lerne gerade am fünften Text in zwölf Monaten) – dann dürfte es keine faule Ausrede sein zu sagen: Neu-Ulm / Hannover, übernachten und zurück? Das sind einfach zwei Tage, die kann man unter keinen Umständen opfern. (Ich hab ja noch etliches wegegelassen wie Dramaturgie-Lesen oder Sonderprogramme basteln oder Verpflichtungen im Rahmen bestimmter Veranstaltungen von Geldgebern wie Kommune oder Landkreis.) Die meisten hier auf dem blog arbeiten auch hart. Da könnten manche manches Lied singen. Das blitzt durch alle Knopflöcher. Aber ein Theater mit so wenig Geld und praktisch ohne Personal (wie Sekretärin oder Veranstaltungs-Techniker) umzutreiben – das ist exorbitant. Deswegen machen es auch so wenige. Friedo: Ich darf Deine Arbeit weiter beobachten. So vieles gefällt und imponiert mir. Grüße von der Donau an die Leine.

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