Viereckige Augen


 

Nu isser passiert, der größte anzunehmende Unglücksfall (GAU): Eine meiner externen Festplatten ist abgeraucht. Und da waren (alle) wichtige(n) Daten drauf. Shit ³ – aber wirklich. Aktuell ist meine Arbeit der letzten dreieinhalb Nächte im Eimer. Ich hatte die Töne für die Premiere von "Frühstück bei Kellermanns" (oben ein Probenfoto mit "Lotte" und "Rudi Kellermann") am Samstag fix und fertig, hab sie vom Schneideplatz auf die Festplatte gegeben, um sie von da auf den PC mit der notwendigen Brenn-Software zu kopieren … PÄTSCH, aus, vorbei.

 

Auch private Bilder unterschiedlichster Art sind in den Orkus gewandert. Unwiederbringliches. Dass einiges aus dem Theaterarchiv auch weg ist, so what. Mein Papier-Archiv der frühen Tage, all die alten Rezensionen, die Berichte und Portraits, das ist ja auch nur ein Haufen Zeitungsschnipsel. Wen interessiert das? Das sollte ich vielleicht auch mal ins Altpapier geben.

 

Dass nun die Fotos alle in irgendwelche Zahlenkolonnen aufgelöst sind, die html- und word-Dateien verrauschen – oder wie immer man sich das Ende des Datenmülls vorzustellen hat, ist einerseits eine Katastrophe, andererseits aber ist es auch befreiend. Ich wollte in den nächsten Tagen alles sicher verwahren, mit Hilfe von Wuala, dem bereits angelegten online-Speicher. Das kann ich jetzt knicken. Dessen bin ich enthoben.

 

Mal sehen: Die Technik für "Frühstück bei Kellermanns" muss ich ja neu machen. Ich hab den Verdacht, sie wird schlanker und (dadurch) besser als die nun versemmelte Version. Bloß die Zeit, die für alles drauf geht, die reut. Und es irritiert, dass ich immer wieder auf meine viereckigen Augen angesprochen werde.

Posted via email from augustheater's posterous

6 Gedanken zu “Viereckige Augen

  1. Das erinnert mich an eine Steuererklärung die ich in drei Tagen mühevoller Kleinarbeit zusammengebastelt hatte vor eineigen Jahren. Dann war es endlich fertig und ich wollte alles ausdrucken. Der Drucker spinnte und ich wurde nervös, und habe vor Wut mit der Faust auf den Schreibtisch gehauen und das MacBook machte einen nur kleinen Hüpfer. Dann war er aber aus. Und wie ein Blitz durchfuhr es mich. Ich hatte während der ganzen Zeit nicht gesichert. Während der Buchungspausen habe ich nur den Deckel zu geklappt und dann ging es weiter. Doch nun musste ich neu starten. Und tatsächlich es war nichts mehr davon vorhanden. Sack und Asche! Ich erinnere mich noch genau. Vorm Druckversuch war ich todmüde und schwach in den Gliedern, doch im nächsten Augenblick war ich hell wach und ohne einen Gedanken. Seitdem habe ich den Fimmel alles auszudrucken, damit ja nichts verloren geht. Ooh mannoman, wenn ich daran zurückdenke oh mannoman… (Das Anti-spam word lautet diesmal (tragoedie) gibt´s das?)

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