Wider den Sandmann, der die Ölkanne schwingt


„Nein, schlaft nicht, während die Ordner der Welt geschäftig sind!
Seid mißtrauisch gegen ihre Macht,
die sie vorgeben für euch erwerben zu müssen!
Wacht darüber, daß eure Herzen nicht leer sind,
wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird!
Tut das Unnütze, singt die Lieder,
die man aus eurem Mund nicht erwartet!
Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!“

Dieses Strophe aus einem Gedicht von Günter Eich, lässt mich fragen: Wer oder was ist „die Welt“? Ihr, KünstlerInnen, die Ihr beim Lesen der Zeilen des Dichters genickt und der letzten Zeile besonders heftig zugestimmt habt – wer, glaubt Ihr, ist „das Getriebe“? Sind wir uns sooo einig, wer wir sind und wer die anderen, denen wir Sand sein sollen? Ist die Hölle tatsächlich da draußen? Ich mag auch die Lieder ganz und gar nicht singen, die so mancher von mir erwartet, der sich selbst zu gern als Sandmann geriert, tatsächlich aber ein Ölkanne-Schwinger ist. Capisco?

Posted via email from augustheater’s posterous

Ein Gedanke zu “Wider den Sandmann, der die Ölkanne schwingt

  1. Der beste Weg im Kampf gegen das Böse ist der energische Fortschritt im Guten. Wer also Sand streut, blockiert. Wer Öl tröpfelt bringt etwas zum flutschen. Als Teil der Welt muss jeder wissen wo sie/er Öl tröpfelt und bitte kein Sand!

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