Ich bin doch nicht der Adabei


Gestern war in der Süddeutschen Zeitung eine Beilage des Deutschen Bühnenvereins, Landesverband Bayern zu finden, zwölf Seiten, halbes Format, Titel: „Theater in Bayern“. Spielzeit 2010 / 11″. Wir waren auch drin: auf Seite drei oben, in einer Leiste mit den Logos aller Mitglieder. Wir in der Süddeutschen!

Gut, man musste es mit der Lupe suchen. Aber: Wir in der Süddeutschen! In meiner geliebten Süddeutschen. Ich habe grad wieder ein Probe-Abo, 14 Tage, sonst hätt ich die Beilage gar nicht gefunden, in meinem Stammcafé sind die Beilagen immer raus.

Grußwort des Präsidenten (Prof. Klaus Zehelein), Imagetext des Landesverbandes und dann: neun Mitgliedstheater, jedes mit fast einer ganzen Beilagen-Seite. Komödie im Bayerischen Hof, Theater Augsburg, E.T.A.-Hoffmann-Theater (Bamber), Staatstheater Nürnberg, Landestheater Coburg, Landestheater Schwaben (Memmingen), SchauBurg (München), Theater Regensburg, Mainfranken Theater Würzburg.

Damit verglichen, waren wir mit unserem Mini-Logo da nun alles andere als richtig bei der Musik.

Und demnächst wird wieder „Der Faust“ verliehen, am 27. November. Da kann ich dabei sein, irgendwo auf dem Rang des Aalto-Theaters in Essen, also auch nicht wirklich bei der Musik. Diesmal sind noch mehr „Etablierte“ (Namhafte, Bekannte) nominiert, praktisch nur noch „Etablierte“ (Namhafte, Bekannte). Und vielleicht moderiert ja Kurt Krömer zusammen mit Frau Maischberger. Na, schlechter als beim Fernsehpreis 2010 und bei der ersten Faustverleihung kann’s ja nicht werden. Trotzdem werd ich auf den mir reservierten Platz x in Reihe y verzichten. Ich spiel an dem Tag wieder – wie fast – immer selbst! Und da bin ich in jedem Falle bei der Musik. Und wie! Und wer will, kann da mit mir „Gemeinsam etwas erleben“ (mein Theater-Leitmotto).

Im Mai / Juni sind dann die 29. Bayerischen Theatertage. Ich soll mir jetzt schon überlegen, ob ich dabei bin. Ich brauch noch nicht zusagen, mit welchem Stück. Ich weiß noch nicht, ob ich mir überhaupt was überlege, frage mich, ob da adabei sein muss. Als Theater mit einem Jahresetat, der kleiner ist als ein Intendantengehalt am Statstheater München (schätze ich mal), spiele ich bei den Theatertagen nach aller Erfahrung allenfalls Triangel. Unddas ist in meinen Augen ein Instrument, mit dem man nicht wirklich musizieren kann.

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