Hurra – es kann schief gehen!


Irgendwie ist es ziemlich schr??g: Man sitzt da und denkt: „Du hast schon ziemlich lange nix gebloggt. Es wird mal wieder Zeit.“ Und dann qu??lt man sich mit der Frage: „Interessiert sich eine Sau f??r das, was man von sich gibt?“

Also gut, der Entschluss, was zu bloggen, ist gefasst. Aber was? Was soll man denn bloggen? Die Zeit war knapp? Alles geht so schnell? Ich bin schon fast in Rente? Hab ich noch was vor?

Aber Hallo! Beten wir es mal runter, wie sich die neue Spielzeit anlie??. Erst mal haben wir „Versteh einer die Frauen“ aufgenommen. Da mussten wir zwei von vier Positionen umbesetzen. Dennoch war es richtig, diese M??he auf sich zu nehmen. War irgendwie nochmals neuer Fun. F??r uns und f??rs Publikum!

Dann haben wir ja „Fr??hst??ck bei Kellermanns“ noch einmal ins Vorspielzeit-Programm genommen. Das war ein Volltreffer. Davon war das Publikum derart begeistert … Bei den letzten drei Vorstellungen h??tte man am liebsten unendlich extemporiert, um es vollst??ndig auszukosten. Wenn es mal nahe dran ist, dass ein Theater vor Jubel zerlegt wird … Wer erfasst, welches Potential dieses St??ck bietet, wenn man es leicht modernisiert, der wird Mordserfolge feiern … Die Ursula Haucke hat da vor 30 Jahren einen Knaller geschrieben. (Aber die K??nstler spielen ja lieber immer wieder „Faust“.)

Nun sind die ersten Neu-Produktionen der Spielzeit rausgekommen. „Venedig im Schnee“ war zur Premiere noch ziemlich, na ja. Die beiden Rezensionen in der Presse (hier und hier) und eine konstruktiv monierende Publikumsstimme haben aber dem Teil des Ensembles, welches kritische Anmerkungen f??r seine Arbeit hinnehmen musste, die Augen ge??ffnet f??r das, was der Regisseur die ganze Zeit gepredigt hatte. Manchmal sind diese Schocks heilsam. Zus??tzlich hilfreich war auch der dann rumgereichte Artikel „Urknall der modernen Komik“ in der S??ddeutschen, den man allen um die Ohren hauen m??chte, die so gern die E-Kunst anbeten und die?? U-Kunst ver??chtlich machen.

Und dann haben wir binnen acht Tagen die zweite Premiere rausgebracht. Ein Achtungserfolg f??r einen Monolog. Allerdings vom Superautor Gabriel Barylli. Die Presse (hier und hier) und das Publikum sind sehr, sehr angetan von „Penny Lane„. Am??siert und ber??hrt. Wird auch zu wenig gespielt, dieses „Penny Lane“.

So also fing die Spielzeit an. Es ist kaum zu schildern, wie das zu bew??ltigen ist, mit nicht mal einem halben Dutzend Leuten. W??re auch f??rs Publikum langweilig. Und die KollegInnen? Wollen es doch auch nicht wissen. OK! Akzeptiert. Bleibt noch zu sagen: Nun stecken wir mitten drin im n??chsten St??ck, in „Helden auf dem Abstellgleis„.

Da war jetzt das erste Meeting des Methusalem-Triumvirates. Dabei musste mal erkl??rt werden, was ein Holodeck ist, welche Rolle Descartes in der Philosophie spielt, wer Jim Knopf ist, warum „Gott“ von Woody Allen so phantastisch ist, wieso Mr. Spock zu Phidippides (der Original-Marathon-L??ufer) mutiert, welche Rolle die Frauen im Publikum als „Klassischer griechischer Chor“ ??bernehmen k??nnten und vor allem: Warum das alles nicht im Theater spielt, sondern „woanders“.

Gerard, ein Wiener, der den Sigmund spielt, den Erfinder des freudschen Versprechers, stellte trocken und ziemlich zutreffend fest: „Das wird eine Herausforderung!“

Indeed! Da machen wir eine Neu-Ulm-Tournne. Rund um den Petrusplatz. Am Wochenende gehen die „Proben“ los. Und da kann manches ziemlich schief gehen. Hurra! Eintritt muss dennoch bezahlt werden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s