Das fing ja gut an!


2010 klang ja gut aus: Kurz vor Weihnachten durften wir auf 30 Jahre gemeinsame Bühnenarbeit zurückblicken – mit einer Zeitungsseite, die ich mal verlinke.

Es ging sehr gut ins Jahr 2011. Sollte so weiter gehen! Wäre super.

Normalerweise machen wir am Anfang eines Jahres 14 Tage Spielpause, weil im Herbst allgemein, dann aber auch besonders vor Weihnachten ("Geschlossene" für Firmen zum Beispiel zusätzlich) und extrem zu Silvester (neues Programm) gepowert wurde. Gepowert hatten wir diesmal auch. Zwei Wochen vor Weihnachten hatten wir noch "Helden auf dem Abstellgleis" in drei "try out"-Vorstellungen dem Publikum geöffnet – mit den entsprechenden Konsequenzen: feilen, reduzieren, umbauen, neu lernen. Und dann musste die (wegen des begrenzten Platzangebotes an ungewöhnlicher Spielstätte) geteilte Premiere einfach in der ersten Januarwoche raus. Zumal ganz gravierende Dinge beiden Mitspielern keine freie Termin-Wahl lassen. Da mussten wir sehr viel jonglieren, um eine für alle annehmbare Aufführungszahl hinzukriegen.

Derzeit (7. Januar) sind wir im ZwischenZeitRaum beider Premieren von "Helden auf dem Abstellgleis". Auch dazu erläuternder ein Link.

Helden auf dem Abstellgleis
Premieren-Foto: Neu-Ulmer Zeitung: Roland Mayer
Helden auf dem Abstellgleis
Premieren-Foto: Südwest Presse: Volkmar Könneke.
Die erste Rezension kommt doch nicht schlecht.
Da kommt die Zweite gerade rein – kann man auch lassen.

Am 9. Januar muss ich ergänzen:

Die zweite Premiere war auch ausverkauft. Da ruft einer der beiden Kollegen am Morgen gegen 10 Uhr an, er sei in der Nacht ins Krankenhaus gekommen, dort ließe man ihn keinesfalls übers Wochenende gehen. Die Klinik ist zwar nur ein paar Hausnummern vom Spielort entfernt, aber er durfte nicht auftreten. Da bin ich aber ins Rödeln gekommen. Über den anderen Mitspieler haben wir einen ortsansässigen Autor skurriler Geschichten ausgegraben, die unser Schauspieler unlängst erst öffentlich gelesen hatte. Eine wurde sofort ins Programm genommmen, der Autor, der auch Musiker ist, war am Abend "frei", war interessiert und wurde gleich mitverpflichtet. Die zentralen Texte des erkrankten Kollegen wurden auf mich "verteilt", ich zog mich zum Textlernen zurück. Ein paar Übergänge wurden neu gestaltet. Und dann gingen die "Helden auf dem Abstellgleis" tatsächlich (wer hätte das soooo gedacht) in eine zweite Premiere. Das war alles der Hammer – und es wäre schief gegangen, wenn ich nicht von Anfang eine mögliche Zwei-Personen- Chose im Kopf gehabt hätte, und: wenn wir bei dieser Produktion nicht vorher schon im Zuge der drei "try out"-Shows das Dazulernen, Textstreichen, Umstellen, Neukonzipieren schwerstens geübt hätten. Dank an den mitziehenden Kollegen, an den Musiker und Autor, an unseren Techniker und an die Statistin – alle haben hervorragend gearbeitet. Dank auch an unsere Chefin: Sie hat uns wieder einmal den Rücken frei gehalten, obwohl sie ausgerechnet an dem Tag zusätzlich selbst durch allerlei andere unliebsame Überraschungen mehr als erträglich angegriffen war.

Wie es weiter geht mit den "Helden" ist zur Zeit noch unklar. Wichtig ist: Der Kollege sollte unbedingt wieder auf die Beine kommen. Nicht wegen der Vorstellungen. Nein! Wir wünschen einfach unserem Mit-"Helden", dass es ihm besser, wenn nicht gar gut geht. Alles andere ist doch zu deichseln (siehe oben; zur Not müssen die Shows halt abgesagt oder es muss die Zwei-Personen-Version zementiert oder ein dritter Kollege verpflichtet werden).

Und am Dienstag starten wir einen schon lange geplanten fünftägigen workshop.
2011 ist aus unserer Sicht ein Jahr anstehender Veränderungen. Es gibt einiges zu überdenken ("Fünfjahresplan"). Ein regelrechter Kurswechsel drängt sich auf. Wir werden berichten.

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