Und – was machen Sie so tagsüber?


Wenn Sie es noch nicht kennen – wir werden gern schon mal gefragt: „Ach, Sie sind Schauspieler. Und was machen Sie so den Tag über?“

Das AuGuSTheater Neu-Ulm spielt in dieser Woche die letzten beiden regulären Vorstellungen von „Willis wilde Weiber“, nämlich am Donnerstag, 8. März (absolut passend zum Internationalen Frauentag) und am Freitag, 9. März. Dabei ist anzumerken: Es gibt nur noch Restkarten – das Stück hat sich zum Publikumsrenner (kein Wunder – bei DER Resonanz) gemausert. Am Samstag, 10. März (um 20 Uhr) und am Sonntag, 11. März (17 Uhr) steht nochmals „fast Faust“ auf dem Spielpan. Damit dürften die Akteure beider Produktionen eingespielt sein für ihre Teilnahme am „1. Neu-Ulm PocketKlassiker-Festival„, welches dann als krönender Abschluss der glorreichen Theaterzeiten im „Konzertsaal“ über die Bühne gehen wird.

Obwohl dieses Festival schon jede Menge Energie verlangt, wird schon am Umzug in die neue Spielstätte gearbeitet. Dort soll am 21. September zum ersten Mal „der Lappen hochgehen“. Die Handwerker haben begonnen. Nach dem Festival wird im „Konzertsaal“ abgebaut, was im neuen Theater wieder verwendet werden kann. Claudia Riese arbeitet am Finanzierungskonzept (einschließlich Ansprechen von Sponsoren und Beantragen von Zuschüssen), führt die Übernahme-Gespräche und -Verhandlungen und plant in bewährter Weise die innenarchitektonische Gestaltung.

Parallel zu allem beginnt am Dienstag dieser Woche die Probenarbeit zu „Männergespräche„. Das Stück von Morten Feldmann soll am 13. April Premiere haben. Es wird die letzte Produktion in der alten Spielstätte sein. Dabei wird die Umbruchsituation im Hause in besonderer Weise mitspielen. Heinz Koch führt die Regie und wird auf Stilmittel zurückgreifen, die in abgewandelter Form bei dem preisgekrönten Stück aus eigener Feder „Helden auf dem Abstellgleis“ erfolgreich waren und auch schon zum Tragen gekommen waren bei „Kelly-Briefe„, einem Text von Wolf Wondratschek, den das AuGuSTheater nach persönlichen Gesprächen mit dem Autor in Wien in einer ganz besonderen Weise für die Bühne aufbereitet und uraufgeführt hatte. „Männergespräche“ wird es bis Mitte Juni geben.

Bevor dann endgültig Ende Juni Schluss ist an der Silcherstraße 2, wird es noch einen Abend in der Reihe „Ohne Netz … “ geben, mit der die Neu-Ulmer Theatermacher immer mal wieder Themen auf eine besondere Art auf die Bretter bringen. Der letzte offizielle Abend im AuGuSTheater Neu-Ulm an der dann aufzugebenden Spielstätte ist am 29. Juni. Im Rahmen von  „Wohl-fühlen 2012„, einem einwöchigen (23. bis 30. Juni) Projekt der bürgerschaftlichen Initiative „Wir in Neu-Ulm“ heißt es im Theater „Heilung über die Seele“. Es geht um „Lachen als Gesundheitsprophylaxe“, um „Theater auf Krankenschein“. Zur Sprache kommen Goethes Heilkunst-Ambitionen, die er mit dem Singspiel Lila verfolgte, sowie Molières bissige Ansichten zum Ärzten und Quacksalberei, wie er sie in „Der eingebildet Kranke“ für die Bühne dramatisierte.

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