Storyteller W.


Es wird viel im net und damit öffentlich diskutiert über W. und das Drumherum. Das ist gut. Wer seine Meinung nicht kundtun will, muss nicht, begibt sich aber einer Möglichkeit, an der politischen Willensbildung mitzuwirken.

Ich sage hier nur: Herr Wulff hat Anlass gegeben, dass eine Staatsanwaltschaft beantragt hat, seine Immunität aufzuheben. Die eines amtierenden Bundespräsidenten! Mitarbeiter, die seine engsten Vertrauten waren (sind?), stehen unter Korruptionsverdacht. Wulffs massiven Einschüchterungsversuche der Redaktion einer (von mir als gelerntem Tageszeitungs-Redakteur nun alles andere als geliebten) Boulevardzeitung – das alles reicht. Herr Hagebölling, auch so ein engster Vertrauter, entscheidet vorzeitig, alle üblichen Vergünstigungen sollen gewährt werden. Klar – Wulff ist nicht angeklagt oder verurteilt. Vorverurteilung sollte deshalb unterbleiben. Aber man hätte auch warten können, bis geklärt ist, ob er tatsächlich gegen Gesetze verstoßen hat.

Wulffs Agieren, sein absolut negatives „Vorbild“, hat sehr negative Auswirkungen.
Das werden wir sehen.
Und was das Vergleichen etlicher Wulff-Sympathisanten mit anderen Kosten (zum Beispiel mit Griechenlandhilfen oder den Kosten fürs Demonstrieren gegen Stugart 21) angeht: polemisch, populistisch. Fehl am Platz. Das eine hat mit dem anderen nix zu tun.
Der Bahnhof (um dabeii zu bleiben) selbst kostet noch viiiiel mehr als die Demonstrationen gekostet haben.
Ob wir ihn tatsächlich brauchen oder ob er die fixe Idee dieses Quartetts ist, welches bei einem Hubschrauber-Überflug von einer Vision gepackt wurde  ???

Wenn ein Stadtrat eine Freikarte für „sein“ Theater annimmt, bewegt er sich schon auf dünnem Eis.

Und um solche Zuwendungen ging es bei W. nun gar nicht.

Da waren ganz andere Größenordnungen zu registrieren, wiederholt, gehäuft.

Jemand, der mir erzählen will, er habe sich einen Hotelaufenthalt erst von jemand anders bezahlen (auslegen) lassen, sei dann zur Bank gegangen, hab die Summe abgehoben und dann dem anderen in Bargeld zurückgegeben, dem sag ich: Die Story kannst Du versuchen, jemand anders unterzujubeln. Dieser Ablauf widerspricht einfach meiner Lebenserfahrung – zumal Politiker wie W. meist seit Jahren nur noch selten Bargeld in die Hand nehmen. Die haben meist Leute, die das machen. Genauso wie sie Fahrer haben.

Und jetzt hab ich es satt. Die Geschichte blogge ich noch, und dann: von mir nix mehr zu diesem Mitbürger aus Großburgwedel. Versprochen!

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