LiterARTour (I)


banner 00Donnerstag, 21. März um 19:00 Geslammt wird nicht – Welttag der Poesie

Am 21. März ist der UNESCO-„Welttag der Poesie“. Claudia Riese, Chefin des Theater Neu-Ulm: „Da soll und muss doch auch in Neu-Ulm was laufen, es müsste genügend Poeten und Sprach-Interessierte in der Region geben …  haben wir gedacht und: die Initiative ergriffen.“ Zum UNESCO-„Welttag der Poesie“ treffen sich also im Theater Neu-Ulm, Poeten, Lyriker, Musiker und Fans des literarischen Genres zum Austausch. Ein gutes Dutzend Aktiver (aus der Region zwischen Stuttgart und Konstanz) hat sich schon angemeldet: Paolo Percoco, Marco Kerler, Sammy Sommermeyer, Heinz Koch, Tommi Brehm, Jürgen Brandtner, Martin Gehring, Elvira Lauscher, Joerg Neugebauer, C Juliane Vieregge, Tom Koenig, Elli Rieger, Paula Rütsch. Was steht zu erwarten? Gedichte, lyrics, Gereimtes und Ungereimtes, von Lebenden aber auch von Mitgliedern des Clubs der toten Dichter, Originales und Originelles, Sonette und so Nettes wie Klassiker-Parodien; Selbstgemachtes wird vorgetragen, Fremdes rezitiert.

Zum Hintergrund der UNESCO-Aktion Welttag der Poesie  und Portal lyrikline.

Zum Termin selbst mehr auf der facebook-page des Theater Neu-Ulm.

Sonntag, 24. März 2013 um 11:30 Literatur-Frühschoppen: Bernd Späth

Der Münchener Abenteurer und Romanautor Bernd Späth wird lesen aus „Drei grundanständige Damen“.  Drei Fürstenfeldbrucker Geschäftsfrauen, die sich mit ihren Männern langweilen, finden eine ebenso lukrative wie entspannende Nebentätigkeit in München. Und schon wird es zum Sittenbild über die Bigotterie der Nachkriegszeit. Es wimmelt es von missglückten Paarungsversuchen, schiefgelaufenen Beerdigungen, einer total gescheiterten Fronleichnamsprozession und zahllosen anderen Tragödien. „Es dürfte sehr, sehr schwarz werden“, annonciert Bernd Späth sich selbst.

Sonntag, 21. April 2013 um 11:00 Literatur-Frühschoppen: Fitzgerald Kusz

Mit dem fränkischen Stückeschreiber und Poeten Fitzgerald Kusz ist der meistgespielte Autor des renommierten Verlag der Autoren Gast des „Literarischer Frühschoppen“.

Sonntag, 05. Mai 2013 um 11:00 Literatur-Frühschoppen: Florian L. Arnold

Heutige Gast am Sonntagmorgen beim „Literarischer Frühschoppen“ ist Florian L. Arnold. Der in der Region schon sehr auffällig gewordene Künstler ist in der bildenden Kunst (Zeichner, Grafiker, Objektemacher …) genauso zu Hause wie er in der schreibenden Zunft auf allen möglichen Pfaden wandelt: Blogger („Faselloch“), Autor von Büchern (z. B. „A biß Z“) und Verfasser diverser Text-Sorten. Es wird einen Mix geben: kleine Textproben aus den beiden ersten Büchern und ein Schlüsselloch-Blick auf sein neues Werk, an dem er gerade schreibt.

Donnerstag, 09. Mai 2013 um 20:00 Wider den Ungeist – Laut lesen, was verbrannt wurde

Vor 80 Jahren wurden in Deutschland (wieder einmal) Bücher verbrannt. Öffentlich. Von politisch-ideologisch Verblendeten. Die Liste verbotener Autoren während der Zeit des Nationalsozialismus: http://bit.ly/WEkFZW (Wikipedia-Artikel). Wir rufen alle Interessierten auf, da hinein zu schauen, wer da alles verfemt wurde.
Wir rufen weiterhin auf, eine Autorin oder einen Autor auszuwählen und sozusagen als Pate zu fungieren und das Paten-„Kind“ am 9. Mai im Theater Neu-Ulm vorzustellen, also praktisch und handfest „Wider den Ungeist“, den damaligen wie den heutigen, Texte derer für sich sprechen zu lassen, deren Bücher damals in die Flammen geworfen wurden.

Samstag, 11. Mai 2013 um 20:00 Unverschämte Wirtshausmusik

Freche Lieder, politische Balladen, Zwiefache und Landler bringen die beiden ebenso erdig und überzeugend wie rockige Einlagen und bayrischen Blues. Konstanze Kraus streichelt und peitscht die Volksharfe, drischt beherzt auf die Teufelsgeige ein und singt mit ihrer faszinierenden, immer präsenten Stimme, die mal zart und nachdenklich, mal unwiderstehlich mitreißend klingt. Otto Göttler, bewährter Haudegen der Kleinkunst, lässt die Diatonische jaulen, die E-Ukulele weinen und die Säge singen. Er rapt mit der Tuba und schmettert so manches freche Gstanzl in den Saal.
Ein vergnüglicher, manchmal tiefgründiger, oft rebellischer und immer unterhaltsamer Abend wird garantiert.

Freitag, 31. Mai 2013 um 20:00 Premiere „Enthüllungen aus dem Kellerloch“ – Fjodor Dostojewski

„Enthüllungen aus dem Kellerloch“ das ist: eine bissige Abrechnung des russischen Großmeisters Fjodor Dostojewski mit seinem, dem 19. Jahrhundert. Der Text ist so aktuell wie nur was, er könnte heute Morgen geschrieben und auf unser 21. Jahrhundert gemünzt sein. Dieser zynische, 50jährige Intellektuelle, dem Dostojewski seine Gedanken in den Mund legt, könnte absolut einer unserer Zeitgenossen sein.

Deshalb hat sich das Neu-Ulmer Theater auch gern mit den „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ befasst und sie für die Bühne bearbeitet. Heinz Koch bringt zentrale Passagen dieses auf- und anregenden, zu Teilen auch amüsierenden Textes.

Ein ganz besonderer Coup in dieser Inszenierung: Der Text wird immer wieder unterbrochen von Musik, die mit Peter Gerter ein Virtuose von Weltklasse auf seinem Bajan interpretriert. Stücke von zehn verschiedenen russischen Komponisten begleiten die Textpassagen und ermöglichen Zugang auf eine spezielle emotionale Weise.