PocketKlassiker-Biennale: Jetzt mal konkret


steinle-award-scaled1000Dies ist ein Plädoyer. Hier soll eine Lanze gebrochen werden für etwas Besonderes. Für ein kulturell-künstlerisches Glanzlicht, das exakt zu  Neu-Ulm passt: „klein aber oho!“ Machen wir ein Theaterfestival mit Klassikern – aber im Taschenformat. Aufsehen erregend genug für eine Kommune in der Größe Neu-Ulms, aber gut bezahlbar.

Es kooperieren:

  • die Stadt Neu-Ulm und
  • das Theater Neu-Ulm, das kleinste bayerische Profi-Theater im Deutschen Bühnenverein

Ort: der Innenhof des Edwin-Scharff-Museums

Zwei Wochenenden mit je drei oder vier Vorstellungen

Freitag, Samstag, Sonntag – abends

Sonntag vormittags: Kindervorstellung

Technische Voraussetzungen und Infrastruktur:  Stadt Neu-Ulm

Künstlerische Leitung: Theater Neu-Ulm

Kosten: etwa 20.000 Euro

Finanzierung:

  • Eintrittsgelder,
  • Sponsoren-Gelder und
  • der Betrag, der für die im Museumshof geplanten Sommer-Veranstaltungen angesetzt ist.

Das Festival würde nach 2012 zum zweiten Male stattfinden und könnte als Biennale laufen.

Die Resonanz in den Medien war sehr groß, als im Rahmen des „1. Neu-Ulm PocketKlassiker-Festival“ im Frühjahr 2012 ein in dieser Konzentration einmaliges Treffen große Meister ihres Fachs, die in kleinster Besetzung große Bühnenwerke auf die Bretter brachten – Lustspiele, Dramen, eine Operette, alles von Goethe, Schiller & Co. Da durfte tatsächlich gelacht werden.

Mit einer „Neu-Ulm PocketKlassiker-Biennale“ annonciert Neu-Ulm der interessierten Welt: Bei uns weht ein frischer Wind. Wir setzen nicht auf „höher, schneller, weiter“, sondern vielmehr auf „kleiner – feiner“. Die „Neu-Ulm PocketKlassiker-Biennale“ signalisiert aber nicht nur ganz schön viel Pfiffigkeit und Originalität, sondern es liegt ein absolutes Plus darin, dass über die Auftritte der eingeladenen  professionellen Mini-Ensembles die großen Stoffe  der Theaterliteratur  neuen Publikumsschichten nahe gebracht werden, wobei die theateraffinen Menschen nicht vergrätzt werden.

Bei der „Neu-Ulm PocketKlassiker-Biennale“ trifft das  nur scheinbar antiquierte Medium Theater den Zeitgeist trifft. Kein großes Personal, keine fünfstündigen Dramendarbietungen großer Werke versprechen die Aufführungen, vielmehr sollen Goethe, Shakespeare und Co als gecrashte Pocket-Klassiker dem Publikum Unterhaltung und Freude bieten, kräftig entstaubt und auf gern erlebte Art und Weise.

„Faust“ zum Beispiel oder Schillers „Räuber“ als Theater im Theater; aktuelle Bezüge oder Comedy-Elemente gehören zu den Möglichkeiten, große Theater-Aussagen neu, frisch, modern und nicht weniger ambitioniert zu transportieren. Das Große im Kleinen.

Ein bisschen groß(-spurig) á la Großfestival  könnte es dann doch werden, wenn beim Finale der „Pocket-Oscar“, der „PocketKlassiker Award 2014“ verliehen wird. Auf den sind etliche der Künstler, die beim ersten Festival dabei waren, schon heiß. Zum Beispiel haben Bernd Lafrenz und Hubert Burghart schon nachgefragt: „Wann steht denn Neu-Ulm wieder an?“ Auch Bernd Kohlhepp will durchaus seinen Award von 2012 verteidigen.

Schon beim ersten Festival vor zwei Jahren waren die, die dabei waren, höchst begeistert. Der Hauptsponsor, ein Kunst- und Kultur-Mäzen besonderer Güte, war so hingerissen, dass er auch für die Zweitauflage sein großes Engagement zugesagt hat.

Jetzt liegt es an den hier Angesprochen und allen sonst, welche die „Neu-Ulm PocketKlassiker-Biennale“ mitrealisieren könnten, dass alle sich einen Ruck geben und ja zu dem Festival sagen. Vielleicht schaffen wir das bis zum Sommer. Und dann können die Zuschauer ins Freilichttheater strömen, können  ihre Reclam-Heftchen mitbringen und sich mit Brief und Siegel (Stempel und Unterschrift) die neuen Kenntnisse in Sachen Theater-Klassiker zertifizieren lassen. Motto: „Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.“ (Goethe, Faust)

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