Ja – wat nu? Simmer nu im Krieg?


Derzeit muss ständig der eine oder andere Text-Baustein in „Liebe & andre Katastrofen. FF“ den sich ständig veränderten Realitäten angepasst werden. Das ist der Hammer. Aber das macht ja den Reiz solcher Eigenprogramme aus: Man muss nicht permanent reproduzieren, was der Produzent / die Produzentin eines „Werkes der dramatischen Literatur“ präproduziert hat. Derzeit feil’ ich immer wieder herum an folgender Passage (des Nachruheständlers in Uniform):

Bild-Legende: Nachruheständler auf 450-Euro-Basis mit Spezial-Auftrag: „Vauvau P idÖ“ (Vortäuschen von Präsenz in der Öffentlichkeit)
“Haben wir noch einen Verteidigungsminister? Kann ja sein, dass sie demnächst zurücktreten muss, weil auch sie beim Erstellen ihrer Doktorarbeit unkoschere Methoden angewandt hat. So ganz nebenbei: Spannende Arbeit für eine Verteidigungsministerin:
‘C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssyndroms bei vorzeitigem Blasensprung und therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung’
Der damals stets sorgfältig gegelte von und zu, von der Leyens Vorvorgänger im Amt, die Lichtgestalt, der Beckenbauer unter den Verteidigungsministern, hatte festgestellt: Die von seinem Vorvorgänger, einem gewissen Peter Struck, erfundene Verteidigung am Hindukusch müsse man ‘umgangssprachlich Krieg’ nennen.
Ja – wat nu?
Simmer nu im Krieg oder nicht?
So richtig nicht.
Der Krieg hätte auf Antrag von Frau Merkel beim Bundestag und dann beim Bundesrat bewilligt werden müssen. Dann wäre der Oberbefehl von Frau von der Leyen auf Frau Merkel übergegangen, und dann hätten so lange keine Bundestags- und Landtagswahlen stattfinden dürfen, bis der Krieg wieder abgeblasen worden wäre. Was der Kanzlerin ja zu pass käme …
Bleiben Fragen?
Müssen wir uns auch im Sauerland verteidigen? Gegen wen? Wo ist vorne?
Wir haben abgerüstet was das Zeug hielt, das Personal auf ein gutes Drittel der ursprünglichen Stärke reduziert, die Wehrpflicht abgeschafft, Panzer eingemottet, verschrottet und verschenkt. Die ehemaligen Besatzungsmächte in ihre Heimatländer abziehen lassen, dazu die komplette Nationale Volksarmee, 180.000 Mann nach Hause geschickt und ihr Material als Schrottwert abgeschrieben.
Die Bundeswehr wird inzwischen verspottet als
  • Af-FA , Agency for Fun-Artikles – oder deutsch:
  • Af-SS – Agentur für Spaß-Spielzeug.
Da gibt es ein Maschinengewehr, welches nicht auf die Panzerlafette passt, Hubschrauber die nicht abheben dürfen, U-Boote, die nur für Süßwasser taugen, nicht für Salzwasser, das Gros der Patriot-Raketen nicht einsatzbereit, Transportflugzeuge, die älter sind als das Pensionsalter von Hauptleuten. Von 90 Tornados sind 29 einsatzbereit (aber wir brauchen ja nur sechs). Und, Leute, ein Gewehr, welches um die Ecke schießt, das alles reiht sich nahtlos ein in die Serie früherer Skandale um Fehlbeschaffungen und Korruption – von Schützenpanzer HS 30, den Adenauer und Strauß nach Ansicht eines Holzmodells gekauft hatten, bis Starfighter, von dem Typ sind immerhin 300 abgestürzt mit über 116 toten Piloten.
Auch jetzt, so hieß es jüngst von unserer Generalität, ist die materielle Einsatzfähigkeit nicht gegeben. Für 900 Soldaten der neuaufgestellten schnellen Einsatztruppe mussten 15 000 Teile aus der gesamten Bundeswehr zusammengeklaubt werden. Da geht die Parole von der kreativen Mangelverwaltung.
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