Mitunter muss Musenkuss sein


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Wenn man auf der Bühne leichtere Kost bietet, hat man es im Allgemeinen leichter, viel Publikum zu erreichen. Leicht hakt sich dieses Spektrum eines auch mit anderen Angeboten gespickten Spielplans fest. Das, was nicht so gängig daherkommt, wird gar nicht registriert – auch von denen nicht, die gern vom Bühnenkünstler Anspruchsvolleres (was immer sie darunter verstehen mögen) einfordern. Das Theater Neu-Ulm bringt seit über zwanzig Jahren (vorher schon als AuGuSTheater) kontinuierlich pro Spielzeit mehrere Produktionen, welche wirklich unkonventionell und daher – was den zu erwartenden Besucherstrom angeht – risikoreich sind.

>Wer das Archiv des Theaters durchstöbert, stößt unweigerlich auf diese unsere Specials. Einen nicht unerheblichen Raum nehmen dabei Produktionen zum Bereich „Literatur“ ein.

Waren es anfangs zum Beispiel die „Philosophischen Märchen für Kinder und große Leute“, kamen dann so unterschiedliche Programme raus wie „Die neue ZEIT“ oder „Ringel-Rangel-Rungelstern – ich küsse jeden Morgen Natz“ oder „face-to-face books“. Oder es wurden realisiert Abende zum Welttag der Poesie wie auch zum Gedenken an die Bücherverbrennung im Jahre 1933. In vielen dieser Produktionen haben wir regelmäßig kooperiert mit der lokalen und regionalen Autorenszene, mit der Stadtbücherei Neu-Ulm, mit lokalen Buchhandlungen.

Das „Chaos-Lesen“ war ein sehr innovativer, im Grunde sogar sehr unterhaltsamer, aber leider auch unterschätzter Ansatz, Bücher, Schreiben und Lesen dem Publikum bis zu einem gewissen Grade Bühne-kompatibel nahe zu bringen. Derzeit ist das Programm „Neu-Ulmer wilde Musenküsse“ en vogue, bei dem verschiedene Akteure, welche eine elegante Feder zu führen wissen, mit Literatur spielerisch umgehen.

Der nächste Termin: Sonntag, 13. November, Beginn: 18:00 Uhr im Theater Neu-Ulm
Geboten ist: ein heiteres, unterhaltsames Spiel um und mit Literatur
.

Regionale Wortkünstlerinnen, Literatur-Guerilleros, Raub-Dichter haben jeweils einen Satz aus Werken bekannter Schriftsteller(innen) geklaut und dann – mit diesem ersten Satz beginnend – ganz neue Kurz-Stories erfunden, dabei den Schreibstil der Beklauten nachahmend.

Das Publikum erfreut sich an den nur für diesen Abend geschriebenen Kurzgeschichten und rät nach jeder Runde: Was ist Original und was ist Fälschung? Unter den richtig Antwortenden werden Gewinne ausgespielt.

Die Raub-Dichter*innen: Corina Wagner, Silke Nowak, Roberto Benjamini, Joerg Neugebauer und Bernd Rindle.

Moderation: Heinz Koch.

Musikalische Mitwirkung: Marei „Alphornsusi“ Richter.

Karten hier

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