Künstlerische Pflicht


Seit einiger Zeit liegt die Inzidenz im Landkreis Neu-Ulm unter 50. Damit besteht laut Stufenplan der Bundesregierung die Möglichkeit, das Theater Neu-Ulm für den Spielbetrieb zu öffnen. Diese Chance auch zu ergreifen, sehen „Riese & Ko“ als künstlerische Pflicht gegenüber der und als Dienst an der Gesellschaft an. Die Pläne liegen keineswegs bloß in der Schublade, sondern haben längst konkret Gestalt angenommen.

Da sind die Neu-Ulmer Privattheater-Profis besser dran als große Häuser. Deren Schwierigkeiten beschreibt der Geschäftsführende Direktor des Deutschen BühnenvereinsMarc Grandmontagne so:

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Das gilt ja auch für das Theater Neu-Ulm, wobei da nicht so ein Riesentanker in Fahrt gebracht werden  muss. Und so kann – wenn alles glatt läuft mit Corona – das Neu-Ulmer Theatermacheer-Duo starten am Freitag, 9. April mit der deutschen Erstaufführung des schwarzhumorigen Krimi

„Die schwarze Witwe“ von Anna Burzynska

in der Regie von Susanna Szameit. Es spielen: Judith Brandstätter und Jurek Milewski, zwei Top-Akteure der Salzburger Theaterszene. Beide haben das hiesige Publikum schon begeistert in „Liiiebe – versuch’s doch mal mit meiner Frau“. Und die Brandstätter überzeugte als Gast zusätzlich in „Busenfreundinnen“, „Vagina-Monologe“, „Zwei Frauen und eine Leiche“ sowie „Konstellationen“.

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Die hervorragende Zusammenarbeit mit ihr soll sich nach den für April geplanten Vorstellungen der „schwarzen Witwe“ im Mai fortsetzen mit

„Die erfolgreiche Frau“, einem sehr spannenden Stück von Lars Lienen. Regie ird Claudia Riese führen, assistiert von Heinz Koch.

Diesen Autor hatten „Riese & Ko“ für sich entdeckt mit seinem Stück „Bis dass der Tod uns scheidet“, welches in der Zeit zwischen den beiden lockdowns für großen Zuspruch gesorgt hatte. Dabei hatte sich ews sich als Glücksgriff ergeben, das „Refugium“ bei Blumen Weimar im Finninger Ried als Spielstätte zu nutzen.

Wie es nach dem Mai weitergehen könnte, ist nur in Umrissen klar. Einerseits könnte noch eine weitere „konventionelle“ Produktion erarbeitet werden. Andererseits würde auch Unkonventionelles verlocken.

Auch für dieses Jahr steht das Angebot von Bernhard Weimar, dort Vorstellungen zu geben. Allerdings im August. Nach allen Erfahrungen – und „Riese & Ko“ haben Freilichttheater-Erfahrungen seit gut 40 Jahren – nach all‘ den Erfahrungen ist der August der fraglichste Monat, vor allem, wenn Urlaubsreisen wieder erlaubt sein werden.

In Kürze steht ein Gespräch der Theaterleute mit dem Neu-Ulmer Kulturamt an. Auch von dort wurde die Möglichkeit angedeutet, im August im Rosengarten im Glacis-Park zu spielen. Das hätte einerseits Reiz, andererseits hemmen die fürs „Refugium“ geäußerten Bedenken; und: Im Rosengarten wäre der logistische Aufwand ungleich schwieriger zu bewältigen als beim „Refugium“, noch dazu gäbe es keine Chance, bei widriger Witterung unkompliziert „umzuziehen“.

Vielleicht lassen sich in Kooperation mit dem Kulturamt aber auch noch andere Optionen realisieren. So träumen die Theatermacher noch immer davon, ihr „PocketKlassiker-Festival“ erneut Wirklichkeit werden zu lassen. Da sollen klassische Bühnenwerke mit höchstens drei Akteuren aufgeführt werden. Das ist nach Auffassung der beiden Neu-Ulmer eine Möglichkeit, die Spielserie im Museumshof mit einer „Themen-Klammer“ zu präsentieren.

Auch eine ganz andere Idee schwirrt „Riese & Ko“ im Kopf herum, für die es etliche Kooperationspartner:innen braucht: eine Kunst-Ralley per pedes unter dem Titel „Stadt als Galerie“. Dazu wäre ein Parcours durch Neu-Ulms Innenstadt zu organisieren mit

  • etlichen Zwischenstationen, an denen der Blick auf bestimmte feste Orte im Stadtbild fokussiert wird
  • Stationen, an denen theatralische Szenen performt werden und
  • Stationen, an denen Kunstwerke präsentiert werden.

Für den Herbst gibt es auch bereits Pläne. Aber so weit voraus zu denken, verbietet sich im Moment.

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